BioRegion

Projekt und Ziele

Unser Fokus

Damit bio-regionale Erzeugnisse in unsere Großküchen gelangen, brauchen sowohl Erzeuger*innen als auch Abnehmer*innen Wege vom Land in die Stadt, die zu ihren jeweiligen Arbeitsabläufen passen.

Aufbau von notwendigen Bündel- und Lieferlogistikstrukturen, um eine dauerhafte und kontinuierlich steigende, regionale Erzeugung und Verarbeitung ökologischer Lebensmittel zu ermöglichen und eine resiliente Region zu schaffen.

Entwicklung nachhaltiger Versorgungskonzepte mit saisonalen, regional erzeugten Bio-Lebensmitteln – sowohl für die Kita- und Schulverpflegung als auch weitere gemeinschaftsverpflegende Einrichtungen wie Senior*inneneinrichtungen, Krankenhäuser, und Betriebskantinen.

Auf- und Ausbau von Wertschöpfungsketten und Verarbeitungsstrukturen für bioregionale Erzeugnisse und deren Verarbeitung.

Was wir tun

Zunächst wird der Ist-Zustand und die Potenziale für den Ausbau bioregionaler Produktions- und Verarbeitungsstrukturen in und um Kassel (umgebender Landkreis) ermittelt:

Gemeinsam mit Akteuren des regionalen Ernährungssystems ermitteln wir dann in einem iterativen Prozess ein stakeholderübergreifendes Verständnis für die Merkmale und Funktionen eines bioregionalen Ernährungssystems für die Gemeinschaftsverpflegung:

  • Foodshed-Analyse zur Erfassung des Lieferpotentials bioregional erzeugter Lebensmittel und Berechnung des potenziellen regionalen Versorgungsgrads für die Gemeinschaftsverpflegung anhand der Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.
  • Akteurs-Mapping zur Identifikation der Stakeholder für ein bioregionales Ernährungsnetzwerk (s. nächster Abschnitt).
  • Quantitative Befragung der regionalen Erzeuger zur Erfassung bestehender Erzeugungs-, Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen.
  • Leitfadengestützte qualitative Stakeholder-Interviews zur vertiefenden Analyse der bestehenden Marktbeziehungen.
  • Stakeholder-Workshops zu Anforderungsermittlung und Umsetzungswegen.
  • Erstellung einer Machbarkeitsstudie für Bündel- und Logistikstrukturen.
  • Workshops zu den relevanten Themen rund um die in der Außer-Haus-Verpflegung zu erwartenden Veränderungen für die Akteursgruppe der Abnehmerseite zum Aufbau von Austausch- und Vernetzungsstrukturen.
  • Begleitende Öffentlichkeitsarbeit

Regionales Ernährungsnetzwerk

Viele Akteure müssen zusammenarbeiten, damit regional erzeugte Lebensmittel von den Tellern der Gemeinschaftsverpflegungen gegessen werden. Das Projekt erstellt eine Landkarte der bestehenden Betriebe in der Region und identifiziert Schlüsselakteure für eine intensivere Kooperation in der „Ernährungsregion“.

Da sind zunächst die Akteure der eigentlichen Lieferkette:

  • Landwirtschaftliche Betriebe
    die Getreide, Kartoffeln, Gemüse, Hülsenfrüchte, Fleisch, Milch, Eier und vieles mehr erzeugen. Um dies klimafreundlich, biodiversitätserhaltend, tierfreundlich und transparent tun zu können, brauchen sie verlässliche Abnahmestrukturen und digitale Entlastung von Verwaltungsaufgaben.
  • Verarbeitungsbetriebe und Lebensmittelhandwerk
    z.B. Molkereien und Metzgereien, Bäckereien, Wasch- und Schälbetriebe für Gemüse. Sie sorgen dafür, dass die Lebensmittel küchengerecht bereitgestellt werden.
  • Bündel- und Logistikbetriebe
    übernehmen den Transport des Gutes zum Endkunden, die zielgruppengerechte Angebotsbündelung und bringen die die Bedarfe von Landwirten und Großküchen zusammen.
  • Großküchen und Cateringbetriebe der Gemeinschaftsverpflegung
    bereiten aus bioregionalen Lebensmitteln schmackhafte Gerichte für verschiedene Zielgruppen zu. Dafür brauchen sie Unterstützung, u.a. bei der Anpassung der Menüplanung und der Vereinfachung des Bestellvorgangs.

Das Ernährungssystem bezieht darüber hinaus weitere Akteure mit unterschiedlichen Rollen und Funktionen ein, die ein regionales Ernährungssystem unterstützen:

  • Trägerinstitutionen von Schulen, KiTas, Krankenhäusern entscheiden mit, was auf den Teller kommt und haben eine Schlüsselfunktion für die Kommunikation zu nachhaltiger Ernährung
  • Akteure, welche die Transformation des regionalen Ernährungssystem beispielsweise. bei Finanzierungsfragen, Softwareentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit oder Beratung praktisch unterstützen
  • Multiplikatoren, die sich für die Idee eines regional-nachhaltigen Ernährungssystems in ihren Netzwerken stark machen, beispielsweise Politik, themenbezogene Netzwerke, Berufsverbände)

Für ein gemeinsames Engagement ist ein geteiltes Verständnis der Vorteile einer Re-Regionalisierung des Ernährungssystems ebenso wichtig, wie das Wissen Arbeitsabläufe der jeweils anderen Stakeholder.

Das Projekt zeichnet sich durch seine partizipative Herangehensweise aus, indem es die Akteursgruppen in die unterschiedlichen Prozesse einbindet und miteinander vernetzt. Dazu veranstaltet das Projekt verschiedene Formate

Einfach mitwirken

Es gibt viele Möglichkeiten, sich an unserem Projekt zu beteiligen. Wir sind immer auf der Suche nach Praxisakteur*innen, die sich mit ihrem Wissen und ihren Ideen in unser Projekt einbringen möchten.

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